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Anatomie
Künstler auf Visite
23.05. - 21.06.2002
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Hanns Peter Hofmann
RIMLUK 101, Installation, 2002
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Gleich und doch verschieden - so offenbart sich unser Dasein als Mensch. Einerseits Gleichförmigkeit des unveränderlich humanbiologischen Musters, andererseits morphologische Variation und Komplexität der Psyche, deren Koinzidenz das Individuum prägt. Hanns Peter Hofmann veranschaulicht dieses Verhältnis in seiner Installation "RIMLUK 101", indem er eine reduzierte, klare Formensprache mit der Beliebigkeit von Licht- und Klangrhythmen kombiniert: Drei in der äußeren Gestaltung identische Vitrinen werden von einem Schwarzweiß-Kontrast beherrscht, dessen Flächengliederung sich an jeweils zwei vertikal laufenden Holzgurten orientiert.
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Der mittlere Vitrinenbereich ist mit einem weißen, halbdurchlässigen Baumwollstoff abgedichtet, wohingegen die flankierenden Seiten schwarz und vollkommen blickdicht sind. Als akustisch wiederkehrende, und damit Einheit stiftende, Folie drängt aus allen Vitrinen der Ton menschlichen Herzschlags nach außen, der synchron im Vitrineninnern ein von außen wahrnehmbares Aufflackern von Blitzlichtern provoziert. Gleichwohl unterliegen Licht und Klang keinem übergeordneten Rhythmus, der sich über die gesamte Installation erstreckt, sondern kreieren "individuelle" Rhythmen.
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In diesen Kontext fügen sich auch die Atemgeräusche, die aus den zusätzlich von innen nach außen geführten Lautsprechern der mittleren Vitrine zu hören sind. Die Vitrinen werden zu Metaphern des menschlichen Körpers: zu Gefäßen, die ihr Inneres dem Einblick entziehen und lediglich als individuell gefilterten Ausdruck am Außen sichtbar werden lassen
Klaus Holländer
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Photos : Wolfgang Klaucke

Keplerstrasse 3-5 66117 Saarbrücken
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